Remote Leadership bei ROSSY

Remote Leadership bei ROSSY

Christian hat unser ROSSY-Team mit eiserner, aber liebevoller Hand durchstrukturiert – und uns damit effizienter und glücklicher gemacht. Unser CIO steht auf lebenslanges Lernen. Und auf Lösungen, wie wir Menschen optimal zusammenarbeiten können. Dafür pimpt er unser Unternehmen mit umfassendem Knowhow aus der Remote Leadership. Von seinem Wissen profitieren unsere Kunden und wir als Team. Wir haben ihm Fragen gestellt.

Mit dem Commitment zur Remote Leadership hat sich unser Team vollständig im Zeitalter der Digitalisierung eingefunden. Vor der Corona-Pandemie arbeiteten wir alle klassisch im Office in der Rosenheimer Innenstadt. Nach zwei Jahren Homeoffice haben wir uns jedoch klar dafür entschieden, nicht mehr zum konservativen Präsenzmodell zurückzukehren. Denn unterm Strich ergeben sich so mehr Effizienz, Innovation und Exnovation. Davon profitieren unsere Kunden ebenso wie wir.

Beim Gelingen dieses Shifts hat uns Christians Knowhow über Mitarbeiterführung bzw. -entwicklung sowie über die Transformation von Gruppen in Hochleistungsteams entscheidend vorangebracht. Der schönste Nebeneffekt unserer christianischen Arbeitskultur ist: mehr Zeit und Lebensqualität für uns Menschen.

Remote Leadership bei ROSSY

Who is Christian?

  • Academics Enthusiast (B.Sc. M.Sc. MBA)
  • zertifizierter IT-Prozessmanager
  • zertifizierter Change-Manager
  • zertifizierter Scrum-Master
  • zertifizierter Scrum-Product-Owner
  • begeisterter Hobbykoch
  • begeisterter Squasher
  • Video- und Brettspiel-Passionate

Anfang 2023 können wir feststellen: Wir sind jetzt ein nativ-digitales Unternehmen. Unsere Mitarbeiter:innen genießen das volle Vertrauen, von überall auf der Welt für uns zu arbeiten – oder vor Ort im Office in Rosenheim.

Bei der Steuerung dieser neuen Kulturherausforderungen hält Christian seine Herde (das sind wir) auf Spur. Wir haben ihm einige Fragen gestellt.

Team uws: „Sind Digital Leadership und Remote Leadership eigentlich dasselbe, Christian?”

Christian: „Nein. [lacht] Historisch gesehen hat sich Remote Leadership aus der Digital Leadership herausentwickelt. Das Führungsverständnis der Digital Leadership bildete sich ganz zu Beginn des Digitalisierungszeitalters. In dieser Pionierphase hatten sich Führungskräfte erstmal mit der Einsteuerung des digitalen Wandels und des epochalen Übergangs konfrontiert gesehen.

Da war es wichtig, die Menschen im Unternehmen für die Transformation ins Digitale zu begeistern und den Wandel innerhalb der Unternehmenskultur mithilfe von Tools, Methoden und Organisation herbeizuführen. Die Hauptaufgaben der Digital-Leadership-Generation bestanden aus meiner Sicht darin, ein digital-unternehmerisches Selbstverständnis in den Teams zu verankern und Unternehmens-DNA mit einem völlig neuen Bewusstsein für Chancen, Risiken sowie für grundlegend anders tickende Märkte und Unternehmenskulturen zu überschreiben.“

Team uws: „Spannend. Und was is’ jetzt Remote Leadership?”

Christian: „Das erklär ich am besten gleich an unserem eigenen Beispiel: Bei ROSSY sind wir jetzt, 2023, zu 100 % bei einem remoten Organisationsmodell angekommen. Das kann ich so behaupten, weil die digitale Transformation unseres Unternehmens einen hohen Reifegrad aufweist, den wir fortlaufend optimieren.

Unsere Führungsherausforderungen drehen sich – im Gegensatz zu den Pionieren vor zehn, zwanzig Jahren – darum, all unsere remote verteilten Ressourcen und digitalen unternehmerischen Ströme ideal zu lenken und zu antizipieren. Jetzt wollen wir die Erfahrungen, die uns aus der Phase der Digital Leadership umfassend zur Verfügung stehen, in echten unternehmerischen Nutzen transformieren. Das Schöne daran: Davon profitieren wir selbst genau so, wie unsere Kunden und Partner.“

Team uws: „Verstanden. Und woran erkennst du bei uns im Unternehmen, dass wir Remote-Leadership verinnerlicht haben?“

Christian: „Na, ich beobachte zum Beispiel, dass sich die Menschen in unserem Team als digital-nativ empfinden; Berlin, Salzburg, Istanbul, Rosenheim, München: wir alle sind es gewohnt, hybrid und von überall auf der Welt erfolgsorientiert miteinander zusammenzuarbeiten. Das ist unsere Normalität, unser Arbeitsalltag geworden. Das klappt aber nur deshalb, weil sich zuvor unser gemeinsames Führungsverständnis grundlegend gewandelt hat.

Was wir heute leben, hat null mehr mit den starren Führungsstilen der hinter uns liegenden Jahrzehnte zu tun. Als Führungskräfte wollen wir heutzutage befähigen, moderieren, Sinn stiften. Wir wollen unserem Unternehmen als Instrument dienen. Aus dem Grund leiten wir nach bestem Wissen und Gewissen alles in die Wege, um euch Kolleginnen und Kollegen inklusive uns selbst effizientes Zeitmanagement angedeihen zu lassen. Ganz wichtig ist uns, Vertrauen, Selbstverantwortung und Agilität zu fördern und Mikromanagement hinter uns zu lassen.“

Team uws: „Welche Herausforderungen siehst du da?“

Christian: „Mein Fokus zielt kontinuierlich darauf ab, was wir aus Unternehmensperspektive tun können, um unser Team bzw. uns einzelne Menschen auch im abstrakten, remoten Kontext optimal zu fördern und zu fordern.

Das wollen wir für jeden ersichtlich transparent machen. Beispiel Rekruitingkommunikation: Wir wollen unseren (künftigen) Mitarbeiter:innen das ehrliche Versprechen geben, dass wir es remote besser machen als der Wettbewerb. Dazu müssen wir ganz konkret beantworten, wie und mit welchen Methoden wir unsere remoten Collaboration-Herausforderungen meistern. (Spoiler: Wir folgen den Ansätzen Intentional Collaboration und Empathetic Leadership).

Wir wollen anfassbar machen, welche Chancen und Risiken die Remoteness für Menschen, Unternehmen und Führung in sich bergen. Oder ganz wichtig: Wie gehen wir im remoten sozialen Kontext dennoch menschlich miteinander um? Wie funktionieren wirtschaftliche Effizienz, Innovation, Kollegialität oder menschliche Bindungen auch im (für manche) ‚luftleeren‘ digitalen Raum?”

Team uws: „Und mit welchen Benefits aus dem Remote-Leadership-Ansatz können wir uns positiv absetzen?“

Christian: „Na, nehmen wir bloß mal das Remote-Buzzword „Flexibilität“, welches die meisten Unternehmen inflationär in ihre Stellenausschreibungen reintexten: Unser Flexibilitätsversprechen setzt sich aus vielen Einzelaspekten zusammen. Alle zusammengenommen bieten wir folgenden Flexibilitäts-Mehrwert: Mehr qualitätsvolle Lebenszeit für die Menschen in unserem Team. Dazu müssen wir die Menschen im und außerhalb unseres Unternehmens ins Zentrum stellen und gegenseitiges Vertrauen lernen bzw. proaktiv fördern. Vertrauen wächst mit der Anzahl unserer positiven Kontakte. Diese Erkenntnis ist bei uns ein Kulturfeature!

Unser Remote-Leadership-Ansatz würdigt implizit auch Werte wie Respekt. Respekt vor der Zeit anderer Menschen! Um diesen Respektgedanken nicht nur zu denken, sondern ihn zu verwirklichen, verordnen wir uns zeitsparende, klare Strukturen und Regeln und bauen zeitgleich organisatorischen Overhead ab. Klare, einfache Strukturen und Regeln, in denen sich jeder auskennt und wenig Zeit verblitzt.

Oder Kommunikation und Kommunikationskanäle so schlank wie nötig und so effizient wie möglich zu organisieren. Mein Prinzip: lieber regelmäßig kurz kommunizieren als selten lang. Wir wählen für die Kommunikation gezielte, fürs Team geeignete Technologien und Tools aus und schalten die Überreizung durch zu viele Kanäle aus.“

Team uws: „Finden wir schön, dass da der Wertegedanke so präsent ist. Kannst du bitte noch näher drauf eingehen?“

Christian: „Ja gern. Aus meiner Sicht ist ein wichtiger Schlüssel „Vertrauen“. Wo die DACH-Region da momentan noch rumdümpelt, sieht man schon beim Thema Arbeitsplatzwahl. Wie viele Unternehmen Schwierigkeiten haben, ihre Mitarbeiter:innen einfach arbeiten zu lassen, wo sie wollen. Ts, ts, ts.

Wir sind da ganz bei den goldenen Regeln der Zusammenarbeit aus der Scrum-Philosophie und gehen schlicht davon aus, dass jeder im Team stets seine maximale Leistung bringt. Schuldzuweisungen unterbinden wir kontinuierlich, weil sie keine Konflikte lösen. Neid- und Verpetzkultur möchten wir unbedingt ausschleichen. Unser Ansatz ist hier, Transparenz zwischen Teams und einzelnen Kolleg:innen, und damit Verständnis für die Situation der anderen zu schaffen. Unser Montags-Weekly dient uns als Lösungstool, um uns den Überblick über unsere Auslastung als einzelne und als Team zu geben.

Aus meiner Sicht ist eine wichtige Führungsaufgabe außerdem, die Gefahr des Hamsterrades auszuschalten. Untersuchungen zeigen, dass viele remote arbeitende Menschen das Gefühl haben, sich ständig irgendwie sichtbar machen zu müssen und gegenüber dem Arbeitgeber zu beweisen, dass sie auch wirklich (!), wirklich (!) arbeiten. Dieser toxische Druck, ständig fürs Team erreichbar sein zu wollen, kann Menschen ausbrennen. Auch hier sehen wir uns in der Pflicht, unsere Kolleginnen und Kollegen vor dem unguten Gefühl der Non-Stop-Bringschuld und der 24/7-Verpflichtung zu beschützen.“

Team uws: „Vielen Dank für diese aufschlussreichen Einblicke, lieber Christian! Wenn wir nicht schon hier arbeiten würden, würden wir jetzt eine Bewerbung kritzeln.“

Christian: „Kicher. Sehr gut.“

Team uws: „So, und uns interessiert natürlich noch, wie aus deiner Sicht unsere Kunden von unserem Shift ins Remote profitieren.“

Christian: „Dass Kunden und Partner von der aufgeräumten, effizienten, zeit- und damit kostensparenden Organisation eines Dienstleisters profitieren, liegt eigentlich fast auf der Hand. Auch unsere Schwerpunkte auf Kommunikation, auf Zuhörenkönnen, auf einem guten Umgang mit Fehlern sind echte Mehrwerte für die Menschen, die mit uns zusammenarbeiten möchten.

Denn mit diesen Organisationsskills verringern wir von vornherein das Entstehen von Deltas, von Missverständnissen und von Kaskadenprozessen. Workshops und Abstimmungen planen wir ohne Overhead und ohne aufwendige organisatorische Vorbereitungen, darin sind wir gut. Netzwerken geht sowieso digital so gut wie nie zuvor. Wir sind da bestens in den Diskurs eingebunden, lesen oder hören mit, was uns die schlauesten Köpfe unserer Branche, die überall auf der Welt verteilt sind, zu sagen haben.”

Team uws: „Dankeschön, Christian!“

Christian: „Nix zu danken.“